Ganz inklusiv: Rollstuhlbasketballstar in Gretel

Kurz nach den Herbstferien. Unsere Bezirkssporthalle an der Großen Gretel wird zur Bühne. Der Star der BG Baskets aus Hamburg rollt in die Halle. Und der Spielertrainer des HSV-Rollstuhlbasketballteams hat sein Publikum. Schülerinnen und Schüler aus der 6a und der 6d sowie aus der 9f erwarten ihn mit Applaus. Sie sind gespannt auf diese ungewöhnliche Sportstunde, die sie in Rollstühlen verbringen werden – angeleitet von Ali Ahmadi, einem Hamburger Rollstuhlbasketballphänomen.

Inklusiver Sport, speziell Rollstuhlsport. Das ist Programm an der Gretel seit vielen Jahren. Wir wollen nicht nur Schüler:innen mit Handicap Sport ermöglichen. Unser Ansatz ist integrativ. Wir spielen gemeinsam, Gehandicapte mit Nicht-Gehandicapten. Inklusionssport eben. Dafür hat die Gretel sogar eigene Sportrollstühle. An diesem Herbsttag kommen allerdings noch welche hinzu.

Das auf der Veddel ansässige Unternehmen Aurubis ist ein Global Player in Sachen Kupferherstellung. Es engagiert sich aber auch in Sachen Inklusionssport – und sponsort diese Veranstaltung an der Gretel mit Rollstühlen und der ganzen Logistik. Natürlich sorgte auch Aurubis dafür, dass Ali Ahmadi mit Unterstützerteam vor Ort sein kann – und unsere Kids an die Basics des hochdynamischen Rollstuhl-Basketballsport heranführt.

Nach den obligatorischen Warmups ging es dann auch praktisch sofort in die Trainingslektionen mit dem Rollgestühl: fahren, bremsen, drehen. Nicht einfach. Als sich alle im Rolli mehr oder weniger sicher bewegen konnten, kam der Ball hinzu. Technische Übungen wie Werfen, Fangen, Passen verlangten bei gleichzeitiger Stuhlbewegung verlanget den Schüler:innen koordinativ alles ab. Ihr Fazit: Diese Basketballvariante ist anstrengender als die traditionelle.

Richtig cool wurde die von Sportlehrer Igor Kunkel organisierte Runde, als die Schüler:innen Ali und seine Freunde interviewen konnten, über den Weg zum Basketball sprechen und erster Hand erfahren konnten, wie eigentlich Leben und Alltag aussehen, wenn man im Rolli sitzt. Die Schüler:innen halfen anschließend wieder beim Verpacken der Sportrollis und verabschiedeten Ali Ahmadi herzlich. Für die Kids war klar, es muss mehr geben in dieser Richtung, man müsse allen Schülern zeigen, wie viel Spaß es macht, aus dem Rolli heraus Basketball zu spielen. So will die Talentklasse Sport (6d) schnellstens ein Turnier organisieren. Eigene Stühle haben wir ja.