Pädagogischer Planungstag an der Gretel: Schulentwicklung im Fokus

16 Uhr. Schluss der Veranstaltung. Zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern der Leitungsgruppe rund um Anja Oettinger, der Schulleiterin. Der intensive Pädagogische Planungstag mit dem Fokus auf Schulentwicklung ging erfolgreich zu Ende – und die Chefin gönnte sich eine der vorweihnachtlichen Schokokugeln, die ursprünglich als „süßes“ Meinungsstatement gedacht war.

16 Uhr. Schluss der Veranstaltung. Zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern der Leitungsgruppe rund um Anja Oettinger, der Schulleiterin. Der intensive Pädagogische Planungstag mit dem Fokus auf Schulentwicklung ging erfolgreich zu Ende – und die Chefin gönnte sich eine der vorweihnachtlichen Schokokugeln, die ursprünglich als „süßes“ Meinungsstatement gedacht waren.

Gestern Morgen um neun Uhr starteten alle Kolleg:innen mit Kaffee und Tee in den Tag, der ihnen ein Mal im Jahr zwar gewisse Schülerfreiheit, aber keine Schulfreiheit bietet – den Pädagogischen Planungstag. Aufgabe für die Pädagoginnen und Pädagogen im generellen Sinn: Pädagogische Konzepte ersinnen, überprüfen und weiterentwickeln. An der Gretel ist die Herausforderung allerdings spezifischer.

Anja Oettinger skizzierte in ihrem Eingangsbeitrag den Schulentwicklungsprozess nach, den wir als Stadtteilschule seit 2014 gehen. Und dieser ist gleichsam ein didaktisch-methodischer Paradigmenwechsel. Dieses Neue Lernen zieht natürlich auch pädagogisch ein Neu- und Umdenken nach sich und fordert alle Schulbeteiligten seit sechs Jahren ständig heraus.

Auf roten Sofas sitzend, stellten sich die Verantwortlichen zu Beginn einer Reihe von Fragen, die das Kollegium zuvor gesammelt hatte. Der bisherige Entwicklungsprozess wurde beleuchtet und einzelne Vertreter der Leitungsgruppe nahmen zu den Anliegen der Kolleg:innen Stellung. Anschließend wurde die erste Workshoprunde eröffnet.

Die Kolleg:innen, die sich bereits langfristig mit der Entwicklung von „Prototypen“ im Rahmen der Schulentwicklung beschäftigen, hatten diese offenen Workshopangebote vorbereitet. Alle anderen Kolleg:innen konnten sich somit ihre „Favoriten“ nach Interesse aussuchen und sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag in den Kleingruppen mitarbeiten. Generelle Zielbereiche hierbei waren: Information (für Nichtexpert:innen), Evaluation der Anwendungstauglichkeit, Status Quo des Prozesses analysieren, Optimierung und Richtungsbestimmung.

Inhaltlich hatten die acht Workshops folgende Themenschwerpunkte, die insbesondere die Klassenstufen 5-8 betreffen: Motivationssystem „Starter“, Haltung und Gesprächsführung, Lernzeit-System, Lernförderung, Lernentwicklungsgespräche, Bilanzgespräche und Projektarbeit. Ferner war auch die „Kommunikation und Transparenz des Schulentwicklungsprozesses“ selbst ein Workshopthema.

Die Atmosphäre in den Workshops war überall sehr lebendig. Zum einen hatten viele nicht oder nur wenig involvierte Kolleg:innen die Möglichkeit, sich über die Prototypenarbeit zu informieren und Fragen zu stellen. Zum anderen ergaben sich durch das Setting Raum und Zeit, in denen Variablen, Belastungsstärke, Fehlstellungen und Optimierungsbereiche in den Prototypen diskutiert werden konnten.

Das Resümee in der abschließenden Plenumsphase fiel differenziert aus. der vertikale Austausch durch die Klassenstufen wurde als positiv empfunden. Die Kolleg:innen, die als Fachleute die Workshops mit viel Aufwand vorbereitet hatten und durchführten, bewerteten die Ergebnisse durchweg als Gewinn bringend, es offenbarten sich aber auch kritische Aspekte. Kritik und Lob können nun zusammengebracht werden und insgesamt Fortschritte ergeben, den gesamten Schulentwicklungsprozess vorantreiben.

Die Aufgabe, die Einzelergebnisse zu prüfen, einzuordnen und nachhaltig einzubinden obliegt nun der Leitungsgruppe, insbesondere der Didaktischen Leitung sowie den jeweiligen schulischen Entwicklungsteams. Anja Oettinger zeigte sich um 16 Uhr entsprechend zufrieden und begann den verdienten Feierabend glücklich mit einem Tee und einer goldenen „Schokoabstimmkugel“.