Container-Love: Bauteam wieder aktiv

Teilnahme beim Mach was!-Projekt, Startgeld und einen satten Betrag von der Buhck-Stiftung. Die Ausgangsbedingungen für die Idee „Unterricht im Freien“ mit einem umgebauten Container waren eigentlich perfekt, es ging los – bis Corona kam. Zwangspause, Baustillstand. Im August dann die Wiederaufnahme der Arbeiten. Unser Team aus Schülern und Anleitern gibt eine fachmännische „Wasserstandsmeldung“.

Nach den Sommerferien: Wieder am Bau

Anfang August konnten wir wieder in die Schule und auf einmal war alles anders: wir durften nur noch in kleinen Gruppen innerhalb eines Jahrgangs zusammenkommen. Dadurch hat sich das Bau-Team stark verkleinert und wir mussten fast jede Woche neue Kollegen einarbeiten. Wir sollten Abstand halten und Masken tragen, waren aber zum Glück immer im Freien.

Es stellte sich auch heraus, dass der Container noch einmal versetzt werden musste. Wir haben alles neu ausgemessen, was wir bisher schon geschnitten hatten. Wir haben noch einmal die tragenden Balken abgelängt und mit Winkeln an den Ecken und in der Seitenmitte mit Winkeln befestigt. Dazu mussten wir viele Löcher in die Metallkonstruktion des Containers bohren. Die alten Seiten aus Sperrholz waren ausgebeult und wir mussten sie mit den Balken gerade ziehen. 

Wir haben schon einmal angefangen, breite Bohlen aufzutrennen, die dann später für das Dach verwendet werden sollen. Weil der Innenraum sehr feucht war, haben wir an der Oberkante der Seiten Löcher zur Entlüftung gebohrt. Die müssen noch mit einem Insektenschutz verdeckt werden.

 

Innenarbeiten

Der Container war zwar ausgewaschen, aber wir mussten zuerst alle verrosteten Haken, Winkel und alte Kabel entfernen. Danach konnten wir eine Lattung anbringen, an der die Verkleidung (Nut- und Federbretter) verdeckt angeschraubt wurde.

Später werden die Fensterausschnitte gemacht und wir möchten gerne auch noch einen Tresen bauen, damit man den Platz auch als Café oder Kiosk benutzen kann.

Zurzeit lagern wir hier das zugeschnittene Material

 

Schulstress und Nah- und Ausbildungsziele

Zwischendurch mussten wir viel Schulstoff nachholen und Klassenarbeiten schreiben. Die Zeit ist weggelaufen.

Nach den Herbstferien müssen wir so schnell wie möglich die Dachkonstruktion fertig machen, damit der Container über den Winter innen trocken bleibt. Dazu müssen die Sparren genau zugeschnitten und angebracht werden. Darauf legen wir dann wasserfeste Verlegeplatten und decken alles mit Dachpappe ab.

Danach können wir, wenn es war genug ist, die Fundamente für die freistehende Konstruktion gießen, die Balken zuschneiden, das Gerüst an dem feststehenden Teil befestigen und das zweite Dach bauen.

Neben Fenstern brauchen wir noch Öffnungen für Tore und eine Terrasse, auf dem Stühle aufgestellt werden können. Wir müssen noch entscheiden, wo die ausgeschnitten werden sollen. Außen wird zwischen den Pfosten auch noch eine Lattung angeschraubt, an der eine Außenverkleidung befestigt werden kann.

Innen wird die Verkleidung noch fertiggestellt  und wir machen uns Gedanken über die Inneneinrichtung. Wir brauchen Platz für Bänke oder Stühle und möchten gleichzeitig, dass der Raum so gemütlich ist, dass wir ihn als Rückzugsort benutzen können. Dann müssen wir noch besprechen, in welcher Farbe der Container innen und außen gestrichen wird.

Ende des Jahres müssen wir uns auf die Abschlussprüfungen vorbereiten. Wenn wir die bestanden haben, möchten einige von uns auf jeden Fall eine Ausbildung im Bauhandwerk machen.