„Voll Bock drauf!“ – zukünftiger stellvertretender Schulleiter ist „bestellt“

Er ist eigentlich „kein Karrierist“, er hat einfach nur „voll Bock“ auf den Job des stellvertretenden Schulleiters  - und schaffte es in den letzten Tagen durch alle Gremien. Gestern Nachmittag nahm er dann mit einem bemerkenswerten Abstimmungsergebnis eine der größten Hürden. Er stand dem pädagogischen Personal in einer außerordentlichen Gesamtkonferenz Rede und Antwort. Und: Er konnte überzeugen.

„Er“ heißt Andreas Alfers, ist 43 Jahre jung, ist seit einigen Jahren bereits an der Gretel und koordinierte in der Zeit - neben Unterricht und Klassenleitung - erfolgreich auch den Großteil der Berufsorientierung. Seine eigentliche Leidenschaft jedoch scheint die Organisation und Verwaltung zu sein. In dem vergangenen Schuljahr ohne Schulleitung übernahm er bereits die Aufgaben des noch amtierenden Stellvertreters Jörg Schmidt, der so entlastet und sich auf die kommissarische Leitung konzentrieren konnte.

Diese „Einarbeitungszeit“ endet nun Ende Januar für Alfers. Dann wird er nicht mehr nur als „Vertretervertreter“ im Büro des stellvertretenden Schulleiters rumsitzen, sondern berechtigt qua Amt. Jörg Schmidt seinerseits wird… nein, wir haben ja seit Kurzem Anja Oettinger. Sie ist die neue „Chefin“ der Gretel Bergmann Schule. Schmidt wird selbige nach insgesamt 17 Jahren verlassen und in gleicher Position ein Hamburger Gymnasium mit seinen Qualitäten bereichern.

Frühaufsteher Andreas Alfers – nach eigener Aussage bald „Herr der Zahlen“ – war heute ziemlich erschöpft, aber glücklich. Auch die anderen Schulgremien stimmten stark mehrheitlich für seine Bestellung als „erster Mann“ nach Anja Oettinger in der Gretel. Bereits gestern trugen die Klassensprecher*innen erste Bitten an ihn heran, die Kolleg*innen werden folgen. Diese hat Alfers besonders im Blick, wie er betonte. Ihre Gesundheit liege ihm am Herzen. Ideen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen deutete er schon an. Das „bockt“ doch schon mal ein bisschen.