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News aus dem Elternrat – immer wissen was ansteht

September 2020

Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch an drei hintereinander folgenden Tagen für unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der ESA- und MSA-Prüfungen 2021? So will es die Terminierung der Behörde für Schule und Bildung (BSB). Diese Belastungsspitze führt bei allen Schulbeteiligten zu Kopfschütteln.

Der Elternrat der Gretel nahm sich sofort der Sache an, informierte Kreiselternrat, die Elternkammer Hamburg und setzte einen ersten Brief auf an die zuständige Schulaufsicht. Inhalt nachfolgend:

Der Elternrat der Gretel-Bergmann-Schule sieht es als dringend erforderlich an Ihnen mitzuteilen, dass bei den Eltern der Klassenstufen 9 und 10 großes Entsetzen herrscht, seitdem bekannt ist, dass die schriftlichen ESA und MSA Prüfungen 2021 auf 3 aufeinander folgenden Tagen stattfinden sollen.

Die betroffenen Schüler, mit denen so verfahren wird, sehen dem schon jetzt voller Grauen entgegen.

Die Schulleitung und Tutoren sind fassungslos über diesen Erlass.

Diese Vorgehensweise ist erstmalig und das in einer einmaligen von Corona geprägten Zeit, die die Schüler schon genug gebrandmarkt hat.

Es sollte allgemein bekannt sein, dass Prüfungssituationen für jeden Menschen anspannend und anstrengend sind, erst recht für jugendliche Prüflinge. Auch ist die Vorbereitung auf eine Prüfung essentiell, um das individuell bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wir setzen psychologische Grundkenntnisse der BSB auch voraus in Bezug darauf, dass es Menschen gibt, die zusätzlich zu der Anspannung unter Prüfungsängsten leiden. Unvorstellbar, wie sich für diese Schüler dieser Prüfungsmarathon emotional und im Ergebnis der Prüfungen auswirken kann. Es gibt für alle betroffenen Schüler keine Verschnaufpause, um sich nach der erfolgten Prüfung aus der Anspannung zu lösen. Es gibt keine Verschnaufpause, um sich mental und final fachlich auf die nächste Prüfung vorzubereiten.

Wir möchten die BSB fragen, welche Beweggründe Sie getrieben haben, 2021 so eine apokalyptische Neuerung zu erlassen???

Wir fragen uns, ob es darum geht, die in der Coronazeit entstandenen Lernrückstände zu kompensieren, auf Kosten der Schüler, um mehr Unterrichtstage dadurch zu erzielen? Wir sind in Kenntnis gesetzt, dass Hitzefrei und Projektwochen, alles, was Unterrichtsstunden reduziert, der BSB 2020 / 2021 nicht genehm ist. Wir Eltern sehen keine Empathie, kein Wohlwollen für unsere Kinder, die Schüler. Die Schüler, unsere Kinder sind diejenigen, um die es geht. Aber wir haben den Eindruck, es geht um Zahlen, Stundentafeln, Statistiken und nicht um den Auftrag, für die Kinder Voraussetzungen zu schaffen, damit sie den individuell bestmöglichen Bildungsabschluss erreichen! Das frustriert auch die meisten Angestellten der BSB, die nah am Schüler dran sind: Schulleitung, Tutoren, Sozialpädagogen, die jeden Tag ihr bestmögliches geben, für das Bildungsziel dieser Kinder, weil sie ganz genau wissen, dass dieser Prüfungsmarathon alles andere als Wohlwollen und Fürsorge den Prüflingen gegenüber bedeutet und übrigens zeigen Sie mit dieser Maßnahme auch keine Wertschätzung den Menschen gegenüber, die den Bildungsauftrag an den Schulen umsetzen…

Hier sei am Rande erwähnt, dass schon das 2. Jahr von den Stadtteilschulen nach den ESA und MSA Prüfungen in Mathe Notenwarnungen aufgrund des schlechten Notenspiegels an die BSB gemeldet wurden. Warum hinterfragt die BSB das Niveau der Prüfungsaufgaben nicht? Spätestens jetzt, anstatt die Corona Situation zu berücksichtigen, wird dieser Prüfungsmarathon erlassen!

Die Zukunft unserer Kinder liegt uns Eltern am Herzen und schlussendlich liegt unser aller Zukunft in den Händen dieser Kinder…

Wir erwarten dass die BSB sich mit diesen Gedanken und Fragen ernsthaft beschäftigt und fordern Antworten! Wir fordern, dass unsere Kinder weiterhin einen Tag Pause zwischen ihren schriftlichen ESA und MSA Prüfungen haben.

Wir erinnern die BSB an ihre Verantwortung Voraussetzungen zu schaffen, die den bestmöglichen Bildungsabschluss unserer Kinder nicht gefährden, sondern fördern! Das ist das Mindeste in dieser einmaligen Zeit!

Mit freundlichen Grüßen,

Beate Hage

Vorstand Elternrat Gretel-Bergmann-Schule


Und hier das Ergebnis der Elternrat-Bemühungen: die angepassten Prüfungstermine (ESA/MSA) als PDF.

 

 

Wir haben uns um das aktuelle Problem mit dem Caterer AWO gekümmert. Hier unser Bericht:

AWO Caterer - Umstellung auf Mensa Max

Seit Beginn des neuen Schuljahrs gibt es ein neues Abrechnungssystem Mensa Max, des Caterers AWO.

  • Die Umstellung hat zu großen Schwierigkeiten geführt:
  • Die Eltern waren zu spät oder gar nicht informiert.
  • Die meisten Kinder erhielten kein Mittagessen, auch wenn ihre Eltern sie bereits auf Mensa Max registriert hatten
  • Das Guthaben des alten Systems war noch nicht auf Mensa Max übertragen worden
  • Der Chip Austausch fand größtenteils in der Mittagspause statt, so dass keine Zeit mehr zum Essen war
  • Die Service Hotline der AWO nicht erreichbar (kein Anschluss unter der Nummer) oder besetzt, kein Support für die Eltern
  • E Mails der Eltern wurden auch nicht vom Service der AWO beantwortet
  • BuT Kinder waren als Selbstzahler/ Überweiser im AWO System hinterlegt, bekamen gesagt, dass noch nicht bezahlt wurde, von den Eltern
  • einige Schüler konnten erst nach einem vollen Monat Schulzeit Mittagessen...

Die Schule, das Schulbüro, Lehrer und auch der Elternrat haben sich in verschiedenster Weise aktiv eingesetzt, um diesen Zustand zu beheben.

Am 03.09.2019 schrieb der Vorstand des Elternrats eine Mail an den Geschäftsführer der AWO, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und Klärung einzufordern. Der AWO Geschäftsführer reagierte zeitnah und schlug ein persönliches Gespräch zur Klärung vor.

Das Gespräch fand am 19.09.2019 statt, mit dem  AWO Geschäftsführer, der Bereichsleitung AWO/ Catering und einem Mitarbeiter aus dem AWO Service Center statt. Von Seiten der Schule war die Schulleitung, zwei Lehrerinnen aus dem Kantinen-Ausschuss (kleine und große Gretel), drei Elternratsmitglieder betroffener Kinder und ein Vorstandsmitglied des Elternrates anwesend. Vom Vorstand des Elternrates, auch mit Hilfe der Schulleitung, war dies so eingefädelt worden, damit alle Beteiligten zusammen an einem Tisch sitzen und Lösungsorientierung vordergründig ist.

Der AWO-Geschäftsführer entschuldigte sich für die Missstände der Umstellung, gab zu, dass vieles schief gelaufen ist. Vor allem dadurch, dass viele Eltern (auch aufgrund von Datenschutzbestimmungen) zu spät von der Umstellung erfahren haben und die AWO mit dem hohen Arbeitsvolumen (z.B. manuelle Eintragung der Guthaben des alten Kontos, Verarbeitung Neuregistrierungen usw.) und der hohen Support-Nachfrage der Eltern überfordert war. Da auch andere Schulen des Caterers AWO auf Mensa Max umgestellt wurden, war bei der AWO "Land unter".

Auf die Mitteilung der Eltern, dass die Mensa Max Seite nicht sicher sei, dass Hacker darauf Zugriff haben und Warnungen angezeigt werden, erwiderte der AWO Geschäftsführer, dass vor der Umstellung Informationen eingeholt worden wären und die Schulbehörde selbst das System Mensa Max empfohlen habe. Deshalb hat die AWO sich dafür entschieden.

Im Gespräch ging es vor allem darum, Lösungen für die Zukunft zu finden und Informationen/ Support zu erhalten, die der Elternrat gerne mit Ihnen teilen möchte:

  • Zukünftige Veranlassung einer Verlinkung von der Schulhomepage zu Mensa Max
  • Vom Programmierer voreingestelltes Kiosk-Tagelimit von 999 € wird zur Minimierung der Voreinstellung an den Programmierer weitergeleitet
  • BuT-Berechtigte: Die Übertragung vom Schulbüro bis dann die Kinder essen können, dauert ohne erhöhtes Arbeitsvolumen drei Arbeitstage.
  • Eltern von BuT-Kindern, die bereits an der Schule sind, brauchen nur die BuT-Berechtigung dem Schul-büro nachweisen, sie brauchen sich nicht auf Mensa Max registrieren, außer das Kind soll auch am Kiosk einkaufen. Hier ist eine Aufladung des Kiosk-Kontos aus "eigener Tasche" notwendig.
  • Durch Bargeld-Einzahlung in der Schule kann ebenfalls das AWO-Konto über den Chip des Schülers aufgeladen werden
  • E-Mail Nachrichten zum Guthabenstand auf dem Mensa Max Konto, die nach jedem Erwerb des Schülers am Kiosk oder Mittagessen bei den Eltern eingehen, können vermieden werden, indem die Eltern ihre Mail-Adresse bei der Kontostandbenachrichtigung löschen
  • Es gibt Unterkonten, die über den Chip gespeichert sind: Ein Konto für den Kiosk und eins für das Mittagessen. Beide Konten benötigen für sich Guthaben, um sie nutzen zu können
  • Das SEPA Lastschrift Mandat wird zum Monatsanfang eingelöst
  • Selbstüberweiser fahren besser als SEPA Lastschrift Nutzer, AWO Geschäftsführer empfiehlt selbst zu überweisen
  • Zukünftige Standortwechsler von Kleiner (Klasse 7) zu Großer Gretel (Klasse 8) werden von der AWO "umgezogen"
  • Die AWO erstellt für die Zukunft eine neue Elterninformation, welche die Handhabung mit Mensa Max einfach und verständlich darstellt, auch für Eltern mit Migrationshintergrund
  • Eltern von zukünftigen Schülern der 5. Klasse  sollen mit dem ersten postalischen Eltern - Brief der Schule außerdem über den AWO Caterer/ Mensa Max frühzeitig informiert werden, damit es nicht mehr zu diesen Missständen kommt
  • Die Möglichkeit, am Kiosk oder beim Mittagessen in Bargeld zu bezahlen wird in Kürze eingestellt, da laut AWO die Bargeldeinzahlung der AWO bei der Bank kostenintensiv und nicht wirtschaftlich ist. Das bedeutet, dass Schüler, die nicht registriert sind, nach der Abschaffung in der Schule nichts mehr zu Essen erhalten und sich anderweitig versorgen müssen.

Hinweis: Das Verlassen des Schulgeländes während der Schulzeit ist untersagt, Bitte den betroffenen Kindern etwas zu Essen mitgeben oder diesen sagen, dass es erforderlich ist, dass sie vor Beginn des Schultages etwas zu Essen außerhalb der Schule kaufen.