Der letzte Schultag vor den Sommerferien ist traditionell strukturiert. Die Klassen treffen morgens mit ihrem zuständigen pädagogischen Personal zusammen. Meist frühstückt man gemeinsam, reflektiert das vergangene Schuljahr und wirft einen Blick ins kommende. Ein letztes Durchfegen des Klassenraums, aufmerksame Stille: Ausgabe der Zeugnisse - in Kopie, versteht sich. Verabschiedung der Bildungssuchenden in die Sommerferien.
Das multiprofessionelle Gesamtteam versammelt sich im Anschluss dann in der Aula der Großen Gretel. So auch gestern Mittag. Das Intro ist musikalisch. Tatsächlich sind noch vier Schülerinnen und ein Schüler vor Ort. Die Fünf sind im Schulchor und performen zusammen mit Chorleiterin Zielonkowski Rihanna und ein Mickael-Jackson-Medley. MJ Part 1 der Veranstaltung.
Schulleiterin Anja Oettinger macht den Redeaufschlag. Sie bedankt sich bei allen Mitarbeitenden für das große Engagement im nun ablaufenden Schuljahr und wünscht allen erholsame Ferien. Sie freue sich schon, alle gesund wiedersehen zu können am 18. August. Wie gewöhnlich startet die Pädagogen-Crew zwei Tage bevor die Lernenden zurückkehren mit organisatorischen und fachlichen Vorbereitungen.
Oettingers „Mannschaft“ dünnt allerdings etwas aus. Einge Kolleginnen und Kollegen verlassen die Gretel aus verschiedenen Gründen. So geht beispielsweise Nadine Franke, die langjährige Berufsorientierungskoordinatorin der Gretel. Sie zieht es gemäß ihrer eigentlichen Profession zurück an die benachbarte Berufsschule. Franke lobt in ihrer Abschiedsrede explizit die Ideen-Offenheit der Gretel und rät, wie die ebenfalls verabschiedete Nachnamenskollegin Lilly Franke zur Achtsamkeit.
Andrea Treu fasste den Entschluss, ihrer Tanz-Passion nachzugehen. Die Französischlehrerin zieht es an eine künstlerische Schule. Nous nous reverrons! Phillip Rauschert wechselt in den Hamburger Schulwesten. Deutlich weniger Fahrtweg. Sein Rederückblick ist voller Anekdoten und Witz. Dafür erhält er nicht nur viel Beifall. Seine enge Kollegin und Musikpädagogin Ines Bellmund überrascht ihn mit einer Beat it!-Variante. Michael Jackson Part 2: „Philipp, Philipp, willst du wirklich schon geh’n?“ performt sie singend und tanzend unter Megaapplaus.
Weiterhin wurden Kolleginnen und Kollegen verabschiedet, die mit Zeitverträgen ausgestattet waren. Ihnen wünschte die Leitungsgruppe ganz viel Erfolg auf ihrem weiteren Karrierewegen. Darunter auch: Mathelehrerin Anastasia Luneva. Sie blickt auf eine ähnlich lange „Gretel-Karriere“ zurück wie Serwan, absolut umsichtiger und engagierter FSJ-ler des ablaufenden Schuljahres.
Beide starteten einst in den Internationalen Vorbereitungsklassen (IVK) der Gretel und gingen zielstrebig ihren Weg bis zum Abitur. Anschließend kamen sie wieder oder blieben, wie im Fall des von allen Seiten gelobten Serwan, gleich in der Schule. Beide haben einen erprobten Blick aus zwei Perspektiven auf die Gretel. Ihr Fazit: Die Gretel ist eine Schule, in der sich alle Schulbeteiligten jederzeit herzenswarm aufgehoben und respektiert fühlen können.
Bevor es an die Getränke und das von den Verabschiedeten gestiftete Buffet ging, setzte sich Luneva zu Musikkollegin Lapauri-Burk an den Flügel. Klassisches Duett. Wundervoll! So ließ es bestens sich in die verdienten Ferien grooven.
