Betriebspraktikum: Ein Jahrgang vor Entscheidungsjahr

Die Jahrgänge 8 und 9 kehren aus dem schulischen Betriebspraktikum im Juni 2026 zurück. Dieses hat den Sinn, die berufliche Orientierung der Jugendlichen voranzubringen. Stärken finden, Schwächen erkennen, individuelle Fähigkeiten mit beruflichen Anforderungen matchen – und im besten Fall: Entscheidungen treffen.

Drei Wochen lang oder drei lange Wochen probierten sie sich aus, sammelten praktische Erfahrungen, passten sich schuluntypischen Tagesabläufen an, lernten administrative oder technische Abläufe. Vor allem für die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs waren die 15 Arbeitstage eine letzte rigide gesetzte Erprobungseinheit Richtung Berufswelt.

Im Gegensatz zu den Achtklässlern, die jetzt ihre erste längere Annährung an Betrieb und Job hinter sich brachten, ist es für die Neuner bereits das zweite Praktikum. Vor dem Hintergrund des für viele letzten Schuljahres mit dem Höhepunkt des Mittleren Schulabschlusses (MSA) ist eine solide Basis für die Entscheidung, was eigentlich nach Schule kommen soll, unerlässlich.

Ein Idealfall könnte so aussehen: Im ersten Praktikum wurde bereits ein mögliches Berufsfeld ausgeschlossen, im zweiten ein anders ausprobiert und: leidenschaftlich ins Herz geschlossen. In den Sommermonaten wird noch ein freiwilliges Praktikum absolviert. Man will sich ja wirklich auf beiden Seiten sicher sein. 

Dann wird an Bewerbungen gefeilt, denn zumindest die großen Unternehmen generieren ihren Nachwuchs bereits im September für August des nächsten Jahres. Dieser Zeitraum darf nicht „verdödelt“ werden. Um idealisiert weiterzumachen: Nach Tests und Bewerbungsgesprächen steht schon im Herbst die berufliche Zukunft in Form eines Ausbildungsvertrags auf dem Papier. Das schulische Abschlussjahr, die Prüfungen, alles kann entspannt angegangen werden.

Für James aus der 9g war es klar, dass er sich im KFZ-Bereich weiter ausprobiert. Nach dem ersten Praktikum im vergangenen Jahr in einer VW-Vertragswerkstatt ging es nun in den Karosseriebereich. Hier fasste er aber den überraschenden Entschluss, Bauingenieur zu werden. Vielleicht beginnt er nach dem MSA mit einer Maurerlehre, um sich zunächst die nötige Praxis zu holen.

Vom Bau zum Auto kam Tjark, Klassenkamerad von James. Im zweiten Praktikum fand er eine engagierte freie Werkstatt. Hier entdeckte er tatsächlich seine Leidenschaft: KFZ-Mechatronik. Mehr noch: Er habe jetzt ein Ziel, wie er selbst sagt. Ein weiteres freiwilliges Praktikum in den Sommerferien ebnet ihm wohlmöglich den Weg in die Ausbildung in „seinem“ Wunschbetrieb.

Von Finkenwerder zurück nach Bergedorf. So könnte man die Praktikumserfahrungen von Linus – auch in der 9g – beschreiben. AIRBUS war eine Erfahrung im ersten Praktikum. Aber die technische Praxis kam bei dem Giganten leider zu kurz. Nun waren es Gartenbaumaschinen aller Art, mit denen es Linus zu tun hatte und auch Hand anlegen durfte: Reparieren, Warten, Betriebsaufbereitung. Seine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Ihm „bliebe“ aufgrund seiner guten Noten aber auch die Perspektive Oberstufe.

Wichtig ist eine Entscheidung allemal. Dazu an dieser Stelle wichtige Informationen für jede Schülerin und jeden Schüler der künftigen 10. Klasse:

Bewerbungen (meist online) sollten frühzeitig rausgehen. Es unterstützt dabei unser Team BO@Gretel (JBA/BS-Coaches).

Sobald ein Ausbildungsvertrag unterschrieben ist, wird eine Kopie im Schulbüro abgeben.

NUR wer einen Ausbildungsvertrag hat, ist in Zukunft von allgemeinbildender Schule befreit.

Alle (noch minderjährigen) Schülerinnen und Schüler im Juni 2027 noch OHNE AUSBILDUNGSVERTRAG sind und nicht in die gymnasiale Oberstufe wechseln, werden automatisch für die Ausbildungsvorbereitung Dual (AvDual) gemeldet. Sie müssen sich zu Schulbeginn 2027/28 in der zugeordneten Berufsschule melden.

Die nächsten Praktikumszeiträume im Schuljahr 2026/2027

Jahrgang 9 (Praktikum II): 08.02.-26.02.2027

Jahrgang 10: freiwilliges Praktikum III möglich (Voraussetzung: ESA- oder eESA-Prüfung in BO, individueller Termin)

Kontakt

  • Gretel Bergmann Schule | Große Gretel
    Abteilungen 8-10 und 11-13 (Oberstufe)
    Margit-Zinke Str. 7-11
    21035 Hamburg

    Verwaltungsleitung: Carola Hartung | Büroleitung: Sabrina Wetzel
    Schulbüro: Uta Hansen-Link, Songül Tiras, Jasmin Wunderlich-Dau

    Telefon: 040 / 428 76 47 - 0
    Fax: 040 / 428 76 47 - 44

  • Gretel Bergmann Schule | Kleine Gretel
    Abteilung 5-7
    Von-Moltke-Bogen 40 - 44
    21035 Hamburg

    Verwaltungsleitung: Carola Hartung | Büroleitung: Sabrina Wetzel
    Schulbüro: Anke Freyberg, Svetlana Isinger

    Telefon: 040 / 428 76 47-10
    Fax: 040 / 428 76 47-22

    Öffnungszeiten der Schulbüros:
    Montag – Donnerstag: 7.30 – 15.30 Uhr | Freitag: 7:30 – 14:30 Uhr

    Hinweis: Dienstags von 10.15 – 11.30 Uhr sind die Schulbüros nicht besetzt (Teamsitzung)