Berufsorientierungstage und Finanztraining für angehende Abiturienten

Direkte Einblicke in die Unternehmen erhalten, hier und da etwas ausprobieren, Dialoge auf Augenhöhe mit Auszubildenden, Dualis und Studierenden, Workshops, in denen man Stärken und Schwächen entdecken kann oder ein Bewerbungstraining zur Vorbereitung auf die Frage: Was kommt nach dem Abi? Als Finale ein besonderer Workshop, in dem es um wichtige Tipps rund um das eigene Portmonee ging. Das Programm in der Woche vor den Mai-Ferien für die Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 12 war intensiv und hilfreich.

Seit nunmehr 11 Jahren arbeitet die Gretel in Sachen Berufsorientierung (BO) in der Oberstufe mit den Stadtteilschulen Lohbrügge und Kirchwerder erfolgreich zusammen. Ein gemeinsam entwickeltes Portfolio begleitet die Schülerinnen und Schüler (SuS) mit Eintritt in die Studienstufe (Klasse 12). Die Idee dahinter: Ideen entwickeln für die Anschlussperspektive nach Fachabitur oder Abitur. Das bedeutet für die angehenden Abiturienten: BO-Themen im Fach Seminar, Besuche von BO-Messen und informieren, dokumentieren, reflektieren.

Highlight des BO-Programms sind die alljährlichen BO-Tage im Mai. Mehr als 50 verschiedene Angebote werden den fast 200 SuS gemacht. Sie können in aller Ruhe ihre fünf Favoriten aussuchen und wählen. So ergibt sich ein Fahrplan für drei Tage mit Veranstaltungen am Vormittag und am Nachmittag. Die meisten dieser „Kurse“ finden extern, also vor Ort bei Betrieben, großen Unternehmen, Fachhochschulen oder Universitäten statt. Diese Form der Erkundung ist nahezu unschlagbar, weil praxisnah.

So erhalten die SuS direkte Einblicke in die Arbeits- oder Studienwelt. Sie werden aus erster Hand über die Berufe, Studiengänge, Karrieremöglichkeiten und Rahmenbedingungen informiert. Sie kommen dabei in Kontakt mit den Entscheidungstragenden in den Personalbereichen. Effektiver aber – und das praktizieren die meisten Unternehmen – ist der Dialog zwischen den selbst noch Lernenden in den Unternehmen und den SuS. Dieses Setting bringt beiden Seiten am meisten. Es ist locker, direkt, ehrlich.

Praxisnähe ist also ein entscheidender Faktor bei Orientierung und Suche nach dem beruflichen Weg. Institutionen, Kammern, Unternehmen, Fachhochschulen, private und öffentliche Hochschulen unterstützen und Jahr für Jahr. Das ist ein Riesendankeschön wert! Ohne die großartige und engagierte Unterstützung würde das Konzept nicht funktionieren – und der Effekt der BO-Tage ist groß. Das bestätigt das Feedback der SuS:

„Ich nehme mit, dass einige Berufe doch nichts für mich sind. Jedoch habe ich durch einen Kurs herausgefunden, in welche Richtung ich gehen will“, so eine Schülerin. Eine andere sieht sich durch die Erfahrung in ihrem Berufswunsch gefestigt und lobt das Setting der Veranstaltung: „Total toll, dass die Studierenden ihre Erfahrungen geteilt haben, mitsamt ihren Zweifeln und Sorgen.“

Lob bekam übrigens auch das Duo Cay Crone und Aydogan Özcan. Die beiden moderierten das Finanztraining für die Zwölfer der Gretel am vergangenen Freitag, das den Abschluss der Berufsorientierungstage bildete. Özcan ist stellvertretender Filialleiter der Haspa am Fleetplatz, Crone Polizist in der Außenstelle der Allermöher Revierwache. Beide sind aus unterschiedlicher Perspektive Spezialisten im Bereich Online-Kriminalität und informierten und warnten die SuS neunzig Minuten vor üblen Tricks und Maschen.

Auch hier: Dialog. Die SuS berichteten über ihre Erfahrungen, die Profis gaben wichtige Infos und Tipps, um sich vor üblen Machenschaften im Netz und beim Online-Banking zu schützen. Das wirkte bei den Jungerwachsenen. Sie waren vom „Lebenstraining“ begeistert und werden in Zukunft wohl öfter einen Blick auf ihre noch jungen Konten werfen, sich vielleicht die Schufa-App runterladen, auf alle Fälle aber ihre Passworte regelmäßig ändern. Auch hier: ein Riesendankeschön an die Referenten!

Kontakt

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    Fax: 040 / 428 76 47 - 44

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