Verwandlung. Das war der thematische Ansatz und der Verknüpfungspunkt ganz unterschiedlicher Lerngruppen aus verschiedenen Jahrgängen und Kunstrichtungen. Gestern Abend (31.3.26) präsentierte DAS KULTURPROJEKT ihr Ergebnis 2026. Es war eindrucksvoll!
Die Aula der Großen Gretel war mit zahlreichen Interessierten aus der Elternschaft und dem Kollegium gefüllt. Die Besucherinnen und Besucher hatten schon vor Programmbeginn Gelegenheit, sich die umfangreichen Exponate der verschiedener Bildende-Kunst-Kurse anzusehen, die in der Aula prominent exponiert wurden oder Zeichentechniken kennenzulernen. Wie wandeln sich Menschen, Räume, Städte, Gesellschaften? An Bildern, Zeichnungen, Skulpturen konnte man die fantasievollen und künstlerisch anspruchsvollen Schülerinterpretationen ablesen.
Den Bühnenauftakt machte die 8f. Sie ist sozusagen Autorin. Die Schülerinnen und Schüler haben vor kurzem ihren ersten Roman veröffentlicht: Eine etwas andere Klassenfahrt. Nun gab es eine Lesung mit verteilten Rollen, wobei auch der Twist des Romans, in der eine Klasse plötzlich lehrerverlassen dasteht und sich grundsätzlich wandeln muss, aufgedeckt wurde. Es gab großen Applaus für die Vorlesenden, zu denen auch Klassenlehrer Tscherning und Isbel Abedi, die Profiautorin (Lola-Reihe) und Supporterin der Jungautorinnen und -autoren.
Musikalisch wurde es durch den Oberstufenchor unter Leitung von Theresia Zielonkowski (Piano: Marion Schulmann). Be happy in einer trüben Zeit war hier das Motto. Die Mehrheit der Chormitglieder waren anschließend auch in einer Videoperformance des Theaterprofils (13b) zu sehen. Es gibt nicht nur eine Amalia auf der Welt. Verwandeln und vorgeben jemand zu sein, kann jeder kinderleicht, wenn es überzeugend geschieht.
Absolut überzeugend präsentierten sich die Schülerinnen und der Schüler der 6e. Umbrella-Dance. Cool choreografiert und wandelbar leicht. Jeanette Jennig, die Tutorin und Kunstpädagogin, war begeistert. Das Publikum ebenso.
Organisatorisches Mastermind des Kulturprojekts, Moderatorin des Abends und Tutorin der 10d in Personalunion, Claudia Beumer sowie Tanzchoreografin Pepita Carstens blickten anschließend gespannt auf das nächste Verwandlungsprojekt. Ihr eigenes. Die 10d zeigte auf der Bühne das, was man als moderne Interpretation von Schultheater bezeichnen kann: strukturierten Mix aus Theater, Tanz, Pantomime, Audio- und Videoinstallationen. Die Stadt im Wandel der Tageszeiten, gesellschaftlichen und individuellen Werten. Chapeau! Megaapplaus vom Auditorium.
Das Finale bestritt allerdings Milana Nudelmann mit ihrer Tanzgruppe. Binnen weniger Takte drehte die Gruppe von Schülern des 9. Jahrgangs die Aula auf links. Gute Laune war DAS Tanzmotto, das niemanden stillstehen ließ. Nach oben, unten, vorne, hinten, link und rechts zog sich das Grinsen durchs jubelnde Publikum. Schulleiterin Anja Oettinger zeigte sich anschließend total begeistert vom Engagement aller Beteiligten und dem Ergebnis: „Das war spitze!“
