Am heutigen Tag hatten alle Bildungssuchenden der Gretel unterrichtsfrei. Das Kollegium hingegen arbeitete. Woran? An der Effizienz von Vertretungsstunden.
Vertretungsunterricht. Ein Wort, das alle kennen, wenn es um Schule geht. Allerdings: Dem Begriff werden unterschiedliche Sympathien entgegengebracht. Schülerinnen und Schüler mögen es zuweilen, wenn der oder die eigentlich Lehrende ausfällt und der Unterricht „vertreten“ wird, verheißt es doch allgemein eine relative Pause von der Paukerei.
Bildungsgebende mögen die „Vertretung“ meist nicht so. Manche Lehrerin, mancher Lehrer, die oder der dann plötzlich Vertretungslehrerin oder Vertretungslehrer ist, stresst diese Rolle zuweilen. Die Lerngruppe ist unbekannt, wenn schlecht läuft gibt es auch kein Material, mit dem unterrichtsangebunden gearbeitet werden kann. Das Ergebnis kann also sein, dass aus einer idealtypischen Fortführung des Unterrichtsthemas eine recht inhaltsleere Betreuungsstunde wird.
Dieser Negativoption zu entgehen, daran arbeitet jede Schule. Die Gretel verfügt über interne Kommunikationswege, die es ermöglichen, dass ausfallende Kolleginnen und Kollegen ihren Vertreterinnen und Vertreter unkompliziert Arbeitshinweise geben können. Aber auch dann bleibt häufig die Materialfrage. Womit lernen?
Eine Antwort bietet sofatutor, eine zertifizierte und bestens bewertete Online-Lernplattform. Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer. Diese scheint aber zur Gretel zu passen. Die Schülerinnen und Schüler besitzen ein iPad. Hierüber erfolgt der Zugang auf die Plattform. In der personalisierten App treffen sie auf Lernmaterial, welches Hauptkraft oder Vertretungskraft zuvor für genau diese Lerngruppe definiert hat.
Der heutige Planungstag bot dem Gretel-Kollegium die Möglichkeit im Rahmen von Plenumsarbeit und Workshops, die Online-Plattform kennenzulernen, erste Schritte zu machen, Material für den Vertretungsunterricht und – das ist der große Vorteil – auch für den Regelunterricht zu prüfen und zu testen.
Im „Paket“ des Anbieters befinden sich Übungen. Lernvideos, Arbeitsblätter (teils interaktiv), die in allen Fächern und Unterrichtsformen eingesetzt werden können. Interessant auch: ein KI-Tool mit vielen kreativen und für die Gretel passgenauen Optionen (zum Beispiel: Übersetzungsassistent oder einfache Sprache). Ferner ist die Lernstandüberprüfung seitens der Unterrichtenden möglich, natürlich auch die Generierung von Tests oder Arbeiten.
In der Schlussrunde des Planungstages kamen aus dem Plenum weitere Verbesserungsvorschläge, an welchen Stellen die Gretel intern noch effizienter sein kann in Bezug auf die Vertretungsstunden. Fest steht aber: Das neue Werkzeug, das im Grunde ab morgen nutzbar ist, wird die Qualität des Vertretungsunterrichts deutlich verbessern und gleichzeitig auch die Kolleginnen und Kollegen entlasten.
„Nichts gegen Mandalas“, so Schulleiterin Oettinger in ihrem Schlusswort, ihr sei es aber lieber, wenn in den Vertretungsstunden „am „Fach“ geblieben und die Unterrichtskontinuität erhalten werde.
