Berufsorientierung: Neuntklässler entdecken Welten des Handwerks

Eine Institution der Hamburger Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab Klasse 8 sind ohne Frage die Handwerkswelten. Dieses Event, organisiert durch die Handwerkskammer, gibt es schon zig Jahre, wenngleich auch unter verschiedenen Titeln. Attraktiv ebenso der Standort: die Eisarena an den Wallanlagen. Open- Air-Einstieg in die Vielfalt und „goldenen“ perspektiven der Handwerksberufe.

Neun Innungen waren vor Ort, darunter die „Klempner“, die in Wahrheit mittlerweile vor allem die nötigen Klimaanpassungen in den Hausbausektionen Sanitär und Heizung installationstechnisch tragen. Oder die Trockenbauer, Tischler, Dachdecker. Überall gab es etwas zu entdecken oder überall gab es etwas zu tun. An so genannten Mitmachbaustellen konnten Natursteine verlegt, Wände montiert oder Leitungen gelötet werden.

Das begeisterte auch die Schülerinnen und Schüler der 9e (Frau Dahmen) und der 9g (Herr Greiff), die sich diesen Tag zum Kennenlernen der perspektivhaltigen Branche Handwerk genommen hatten. Fachkräftemangel und das beginnende Ausscheiden der Baby-Boomer- Jahrgänge führt auf der Anbieterseite natürlich zur verstärkten Nachwuchssuche. Damit verbunden sind im Übrigen auch erstaunliche Ausbildungskonditionen.

Dennoch: das Handwerk nimmt nicht jeden bzw. jede. Interesse und vor allem Engagement muss schon sein, dann ist auch eine schlechtere Note zweitrangig. Die Gretel-Kids jedenfalls zeigt großes Interesse an den praktischen Optionen auf der Messe, verlegten zum ersten Mal im Leben Steine oder probierten die „Makita“ als Schraubhilfe. Besonders reizvoll: Die Challenge bei den Gerüstbauern und-bauerinnen. Hier musste ein Gerüstbauteil an gestreckten Armen vor dem Körper so lang es geht gehalten werden.

Natürlich ist das ein entsprechender Impuls für alle 15-jährigen Jungs. Last Man Standing in the World of Handwerk, sozusagen. Aber auch viele junge Neuntklässlerinnen ließen sich herausfordern und machten ihre Sache teilweise besser als die „Männer“. So verließen irgendwie alle erfolgreich die Welten des Handwerks, der eine oder die andere vielleicht sogar mit der Idee, mehr auszuprobieren in einem entsprechenden Praktikum. Im besten Fall generieren die Innungen durch diese praxisnahe BO-Messe dann ihren ersehnten Nachwuchs.

Danke an die tollen Organisatorinnen und Organisatoren!

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