Schultheaterkunst: Doris dreht durch – 12b begeistert auf Kleiner Bühne

Gestern Abend (22.7.25) gab es auf der exklusiven Kleinen Bühne der Großen Gretel noch ein Schultheater-Highlight. Eine Dreiviertelstunde lang zogen die leidenschaftlich aufspielenden Schülerinnen und Schüler des Theaterprofils | 12b auf und vor der Bühne durch das Leben einer jungen Frau, die auf der Suche ist nach Erfolg, „Glanz“ oder einfach nur sich selbst. Doris.

Doris, das ist die Hauptperson im Roman Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun. Provinz, keine einfache Kindheit, „Flucht“ nach Berlin. Im Roman spiegelt sich die Geschichte vor dem Hintergrund der Weimarer Republik, den ausgehenden Goldenen Zwanzigern und den aufziehenden braunen Nazi-Wolken. Doris sucht nach Wegen, träumt vom „Glanz“. Diesen strahlt auch die besagte Kunstseide aus – oberflächlich. Erschwinglich, aber eben nicht authentisch.

Die Figur Doris sezierte die Klasse nicht nur im Deutschunterricht. Auch im vierstündigen Theaterkurs, reizten Figur und Plot zur theatralen Umsetzung. So wird die im Abitur in Deutsch relevante Literaturvorlage aus ganz anderen, theatralen Perspektiven beleuchtet. Ein leuchtendes Beispiel für unterrichtsübergreifendes Arbeiten. Dieses wurde von Theaterlehrer Tom Greiff im Laufe des zweiten Semesters dann über einfache Impulse animiert. „Entwickelt eine Szene zur Kindheit von Doris“, hieß es zum Bespiel.

Die Gruppen präsentierten nach kürzester Zeit immer sehr brauchbare Resultate. Die besten wurden weiter verfeinert und bildeten am Ende wichtige Erzählstücke. Die mussten natürlich noch sinnhaft zusammengefügt werden. So entstand Doris dreht durch, eine Geschichte der Gegenwart. Denn das bot sich an. Träume, Albträume, Realität und Fakes liegen heutzutage wohl noch enger zusammen – Social Media sei Dank oder auch nicht.

Mit großer Spielfreude und Talent beeindruckte die Gruppe dann das 50-köpfige Publikum aus Freunden, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, inklusive der Schulleitung. Schauspiel, Tanz, Livemusik, Videotechnik, passende, emotionale Songs aus den vergangenen vier Jahrzehnten, klassische und moderne Theaterkniffe im Mix. Diese Inszenierung machte Spaß. Das fanden auch die Zuschauenden, die am Ende mittanzten und minutenlang Applaus gaben. 

Tom Greiff freute sich sehr über das viele Lob des in Teilen fachkundigen Publikums. Das gab er gerne weiter an die Schülerinnen und Schüler, von deren Spieltalent und Auftrittsqualitäten er selbst begeistert ist. Jetzt sind erstmal Sommerferien. Dann freuen sich die 12b und „Coach Greiff“ auf weitere zwei Semester spannender Schultheaterarbeit.

Ein Dankeschön geht an die Parallelklasse, die 12a. Sie lieferte mit ihren im Deutschunterricht angefertigten „Briefen an Doris“ die Vorlagen für die „brech‘tschen“ Plakataufschriften.

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