Die Aula in der Kleinen Gretel. Es ist Freitag, der 12. Juli, 17 Uhr. Den Redeaufschlag zur offiziellen Entlassungsfeier des diesjährigen Abiturjahrgangs übernimmt die Schulleiterin persönlich. Anja Oettinger bedankt sich bei allen schulischen Gruppen für die Unterstützung der rund 55 2025er Abiturienten auf ihrem Weg zum Reifezeugnis. Besonders wendet sie sich an die anwesenden Eltern, die stolz sein können auf ihre Kinder und nun irgendwie ebenso in eine neue Lebensphase treten.
Vertrauen in die formal nun Erwachsenen, auch bei Umwegen, solle das Credo sein. Die Abiturienten, die es auf ihrem Bildungsweg nicht immer einfach hatten – Stichwort Corona - verabschiedet Oettinger mit dem Ur-Motto der Gretel-Bergmann-Schule: „Geht mit Zuversicht in die Zukunft.“ Sie appelliert aber auch an die Verantwortung, die diese junge Genration trägt, vor allem im Kontext der Demokratiebewahrung.
Ceyan Cüce, Abteilungsleiter der Oberstufe, nahm in seinem anschließenden Beitrag die Worte seiner Dienstvorgesetzten auf und lobte die unmittelbar beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit. Zudem stellte er auch Schulsekretärin Songül Tiras explizit heraus, die ihm administrativ nach Kräften in seiner Abteilung unterstützte. Sie sei das eigentliche Herz der Oberstufe, schwärmte Cüce.
Besonderen Dank fand Cüce auch für einen der „fleißigsten Mitarbeiter“ in der Studienstufe mit dem Kürzel „KI“. Mit Blick auf die ebenso anwesenden zwölften Klassen (sie richteten ganz wunderbar Buffet und Getränke her) verkündete der Oberstufenchef schmunzelnd, dass diesem Schattenmitarbeiter aber bereits fristlos gekündigt sei. Abschließend fand Cüce dann der Situation angemessene Entlassungsworte für seine Schützlinge, wobei er selbst ironisch mit ChatGPT spielte.
„Nutzt euer Wissen, glaubt an eure Werte.“ Was ihr mit eurem Abi aufschließt, liegt in euren Händen.“ In den Händen von Danny, Evelyna und Shweta lagen am Ende übrigens die drei Abiturzeugnisse mit den besten Durschnitten des Jahrgangs: 2,0, 1,9 und 1,5. Glückwunsch!
Dann wurde es feierlich. Es folgten die Zeremonien der drei Abgangsklassen. Mal länger, mal weniger lang, aber immer mit launisch-liebevoll Reden der Tutorinnen (Yvonne Kramer und Sandra Cheetham, Chemie-Politik-Profil) und des Tutors (Kris Felber, Geo-Sport-Profil) sowie einem Beitrag von Evelina, Aastha und Elay aus der 13b, dem Theater-Geschichts-Profil. Für die drei ende heute ein Kapitel, deren Autoren und Autorinnen sie selbst gewesen seien.
Alle Abiturientinnen und Abiturienten wurden natürlich namentlich auf die Bühne gerufen, erhielten Rose, Mappe mit Zeugnis und Berufsorientierungszertifikat sowie Umarmungen und beste Wünsche von ihren Tutor:innen. Klassenfotos finalisierten ihre Bühnenauftritte unter viel Applaus der Jahrgangskameraden, Freunde und stolzen Familienmitglieder.
Die warme und zum Bersten volle Aula fand selbstverständlich auch viel Beifall für die musikalischen Beiträge, die die Reden und Zeremonien auflockerten. Das Intro des frühen Abends gab Isaac aus der IVK ESA. Der Sechzehnjährige interpretierte He’s a Pirat auf seiner Geige, der Oberstufenchor aus Jahrgang 12 unter anderem die Beatles. Musik leitete auch den Übergang zum „Ausklang“ ein. Dieser fand bei Sommerwetter, leckeren Snacks und kalten Getränken draußen vor der Aula statt – ganz ungezwungen, lässig, fröhlich und voller Zuversicht.
