„Kann man auch ohne I-Pad glücklich sein?“

7 Jahre Partnerschaft mit der Good Shepherd English School

Über den Austausch sowohl von Fotos und Briefen mit den 6. und 7.Klassen und  Bildern mit der damaligen GSA Grundschule konnten wir viel erfahren über das Leben der Schüler an unserer tansanischen Partnerschule, der Good Shepherd English School. Wie leben sie in ihren Familien, welche Hobbys und auch welche Wünsche haben sie? „Kann man auch glücklich sein ohne I-Pod?“ stellte sich beispielsweise die Frage bei unseren Schülern. Was gehört eigentlich dazu, glücklich zu sein? Ist es die neue Spielkonsole oder gibt es auch Dinge,die sich mit Geld nicht erkaufen lassen und glücklich machen? Sind wir nur unterschiedlich oder haben wir auch Gemeinsamkeiten?

Diese Fragen werden uns auch in Zukunft bewegen. Mit der Good Shepherd English School allerdings endet unsere Partnerschaft. Zum Abschluss konnten wir der Schule im März 2013 mit einer kräftigen Geldspende den Kauf von Schulbüchern ermöglichen.  1.310,00 € ,von denen  880 € aus dem Erlös eines Weihnachtsbasars der damals uns angegliederten Grundschule stammen, haben wir über PROBONO, die unsere Partnerschaft betreuen, an unsere Partnerschule geschickt. Für umgerechnet 2.750.000 Tansanische Schilling (1 Euro= 2.162,35 TS) wird unsere Partnerschule insgesamt 400 Bücher, je 50 Exemplare für Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch, Kiswaheli, Geografie, Geschichte, Gesellschaft (Staatsbürgerkunde) und Literatur kaufen. Viele Eltern an unserer Partnerschule können neben dem Schulgeld, Schuluniform u.a. das Geld für die Schulbücher nicht aufbringen. Viele Kinder müssen sich daher die Schulbücher teilen.

Unsere Zusammenarbeit mit Schülern in Dar es Salaam soll weiterlaufen, und zwar nun auch mit Schülern der Mittel- und Oberstufe. Unsere neue Ansprechpartnerin vor Ort ist Frau Mushi, eine ehemalige Schulleiterin. Wir hoffen, dass sich auch in Zukunft Schüler in Dar Es Salaam und an unserer Schule finden,um ihre Ideen, ihre Wünsche, ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen. Themen gibt es viele. Eines der wichtigsten, so der Bürgermeister von Dar Es Salaam, Herr Dr. Didas Massaburi, bei seinem ersten Besuch in Hamburg  am 14.06.13, sei das Thema Umwelt. In diesen Tagen erleben wir die Folgen einer in diesem Ausmaß für uns noch nicht da gewesenen Flutkatastrophe.  Auch Dar Es Salaam erlebte im Jahr 2011 eine enorme Flut. Mit dem Bürgermeister reisten Feuerwehrleute aus Dar Es Salaam an, die drei Monate in Hamburg bei der hiesigen Feuerwehr verbringen und ihr Know How austauschen werden.

Hamburg und  Dar Es Salaam –  Deutschland und Ostafrika, beide Städte, beide Länder verbindet eine lange Geschichte, deren Spuren auch heutzutage an vielen Stellen zu finden sind. Die Kolonialgeschichte lassen wir zurück. Seit drei Jahren gibt es zwischen beiden Städten eine Städtepartnerschaft, die zu intensivieren wir beitragen möchten.  

(Sigrid Holldack)

Wir holen die Welt aber auch regelmäßig in die Schule: In den letzten Jahren gastierten fantastische Gruppen aus Peru und Tansania für je zwei Wochen an der Gretel und sorgten in ihren Workshops und gemeinsamen Auftritten mit unseren Schülern bei letzteren für unvergessliche Momente und neuen Freundschaften.