Schulhunde und Hundeklassen an der Gretel

2010 führte die Gretel Bergmann Schule Klassen mit pädagogischen Begleithunden ein. Die Schüler erfüllen darin besondere Aufgaben und übernehmen Verantwortung. Das Wasser im Napf wird gewechselt, die Hunde werden gefüttert, gebürstet, das Körbchen wird sauber gemacht oder es wird spazieren gegangen. Den Schülern ist es wichtig alles eigenverantwortlich und mit Rücksicht auf das Tier zu erledigen.

Deshalb eignen Hunde sich hervorragend, um bei den Schülern Verantwortungsbewusstsein und Disziplin zu fördern. Die Hunde tragen ebenfalls dazu bei, Ängste abzubauen, sie übernehmen eine Art Funktion des Seelsorgers und haben sich zudem als „lebende Lärmampeln“ verdient gemacht.

Der Begriff Schulhund ist derzeit noch kein geschützter Begriff. Dennoch gewinnt die tiergestützte Pädagogik an Schulen immer mehr an Bedeutung.

Der Schulhund begleitet den Pädagogen zu seinem Arbeitsplatz, der Schule. Jedoch ist sein Aufgaben- und Wirkungsbereich vielfältig. Schulhunde können und sollen bei der Arbeit des Lehrers oder Sozialpädagogen sinnvoll und effektiv unterstützen. Sie können emotionale und soziale Kompetenzen trainieren, locken unsichere Kinder aus ihrer Isolation, verbessern nachweislich das Klassenklima und haben mittlerweile durch Studien belegte positive Effekte auf die Kinder. Sie haben keine Vorurteile, sind optimale Zuhörer und trainieren die nonverbale Kommunikation.

An der Gretel Bergmann Schule gibt es fünf Schulhunde, die in unterschiedlicher Form eingesetzt werden.

Rosa, eine Retrievermix-Hündin, begleitet Ihr Frauchen Frau Jungblut ausschließlich mit in deren Klasse. Sie ist ein Klassenhund. Es gibt Ämter für die Versorgung des Hundes, somit wird das Verantwortungsgefühl gefördert. Selbstverständlich gibt es feste Regeln für den Umgang mit dem Hund. Weitere Aufgaben bestehen in der Seelsorge der Kinder und in einer Art Wirkung als lebendige Lärmampel. Rosa ist ein tierpsychologisch geprüfter pädagogischer Begleithund mit einem sehr freundlichen und zurückhaltenden Wesen. Ihr Einsatz fand erstmalig 2010 an der Gretel-Bergmann-Schule statt.

Paule ist ein Kleinpudelrüde. Neben ihrer Intelligenz und ihrem einnehmenden Wesen ist ein weiterer Vorteil von Pudeln, das sie keine Haare verlieren und somit hypoallergen sind. Paule ist kastriert und wird regelmäßig tierärztlich untersucht. Es besteht eine Haftpflichtversicherung. Sein Frauchen Frau Seipel ist Schulsozialarbeiterin. Sie bilden ein sogenanntes Schulhundteam. Die Ausbildung wurde bei ColeCanido durchgeführt. Frau Seipel betreut mehrere Klassen. Paule begleitet sie in den Klassenrat, den Unterricht und zu Einzelgesprächen. Die Stundenzahl innerhalb des Klassenverbundes ist für Paule zeitlich begrenzt. Er hat einen Ruheplatz im Büro der Sozialpädagogin. Weiterhin gibt es Besuche in den Klassen des 5. Jahrgangs sowie in den internationalen Vorbereitungsklassen(IVK). Hier werden theoretische Grundlagen zu dem Umgang mit Hunden vermittelt.

Lea ist eine Golden Retriever Hündin, die bereits seit 2007 als Schulhündin in unterschiedlichen Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein gearbeitet hat. Gemeinsam mit Frau Bastar hat sie verschiedene Aus- und Weiterbildungen (Tiere helfen Menschen, D.O.G.G.S., beißt der…?, Schulhundeausbildung in Osnabrück, u.a.) im Bereich des Schulhundearbeit absolviert. Ihre ruhige und gelassene Art findet bei den Kindern viel Anklang. Lea kommt nur noch selten mit in die Schule, da sie langsam auf den Ruhestand vorbereitet wird.

Fiete ist der Sohn von der Schulhündin Lea. Auch er ist ein Golden Retriever und bereits seit Herbst 2018 als Schulhund im Einsatz an der Gretel Bergmann Schule. Gemeinsam mit Frau Bastar begleitet er den Unterricht und unterstützt die Schüler beim Lernen. Ob es Fördereinheiten, Einheiten im Klassenverbund oder auch „nur“ eine Lesezeit mit Hund ist, die Schülerinnen und Schüler sind immer begeistert, wenn Fiete am Unterricht teilnimmt und sie beim Lernen unterstützt. Besonders in den Pausenzeiten ist die ruhige Atmosphäre mit Fiete für viele Kinder eine willkommene Ablenkung vom stressigen Schulalltag.
Fiete wird in Zukunft Lea vom Dienst ablösen und ihren Tätigkeitsbereich an der Gretel Bergmann Schule übernehmen. Bis dahin sind allerdings noch beide Hunde im Dienst.

Samweis bzw. Sam ist seit Juli 2018 der treue Begleiter der Sozialpädagogin Jessica Ruhbaum. Er ist der Bruder vom Schulhund Fiete, der bereits am Standort Von-Moltke-Bogen mit der Sonderpädagogin Frau Bastar arbeitet. Sam ist ein Golden Retriever Rüde, der sich gerade in der Ausbildung zum Schulhund befindet. Sein ruhiges und ausgeglichenes Wesen bietet den Schülerinnen und Schülern einen guten Ausgleich zum manchmal stressigen Schulalltag. In den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der Schule zeigt Sam sich stets ausgeglichen und freundlich. Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Anwesenheit von Sam als sehr positiv und beruhigend wahr. Er ist interessiert an neuen Herausforderungen und Aufgaben, die er mit viel Freude versucht umzusetzen. In der Schule hat Sam seinen Platz im Büro von Frau Schöne, Frau Reinhard und Frau Ruhbaum am Standort Margit-Zinke-Straße. Privat wächst Sam mit Kindern unterschiedlichen Alters auf und hat regelmäßigen Kontakt mit anderen Hunden.

Ansprechpartnerinnen: Frau Jungblut, Frau Seipel, Frau Bastar und Frau Ruhbaum